Sonntag, 9. März 2014

SPD Bad Segeberg will Straßennamen ändern

Von Thorsten Beck | 03.02.2014 20:50 Uhr

Was haben Dr. Helmut Lemke, Gustav Frenssen und Paul von Hindenburg gemeinsam? Die Bad Segeberger SPD möchte ihre Namen zukünftig nicht mehr auf Straßenschildern in der Kreisstadt lesen.
Dr. Helmut Lemke (1907-1990), nach dem Krieg in Schleswig-Holsein unter anderem Kultusminister, Innenminister, Ministerpräsident und Landtagspräsident, gehört wegen seiner Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 für die SPD zu den belasteten Personen.
Dr. Helmut Lemke (1907-1990), nach dem Krieg in Schleswig-Holsein unter anderem Kultusminister, Innenminister, Ministerpräsident und Landtagspräsident, gehört wegen seiner Vergangenheit zwischen 1933 und 1945 für die SPD zu den belasteten Personen.
 
Bad Segeberg. Auf ihrer jüngsten Klausurtagung am Wochenende in Kiel haben die Sozialdemokraten einvernehmlich beschlossen, ein Verfahren zur Umbenennung in Gang zu setzen. „Dabei soll aber nicht einfach über die Köpfe der Anwohner hinweg entschieden werden", verspricht SPD-Sprecher Tobias Gellert.

Der Vorstoß der Genossen, der vor allem im Fall des früheren schleswig-holsteinischen Regierungschefs und Landtagspräsidenten Dr. Helmut Lemke (CDU) einigen politischen Zündstoff bergen dürfte, kommt überraschend - und war laut Gellert auch nicht von langer Hand geplant. Das Thema sei bei der Zusammenkunft von Fraktion und Vorstand der Orts-SPD in der Sparkassen-Akademie erstmals intensiver diskutiert worden. „Es geht uns darum, im Zusammenhang mit der Zeit des Nationalsozialismus historisch belastete Personen nicht auch noch im öffentlichen Raum zu würdigen", erklärte Gellert, zugleich Mitglied der Bad Segeberger Stadtvertretung.

Die Initiative ist nach Gellerts Worten nicht unwesentlich von der monatelangen Diskussion in der Landeshauptstadt zur Umbenennung des Hindenburgufers in Kiellinie angestoßen worden, ...
 
http://www.kn-online.de/Lokales/Segeberg/SPD-will-Strassennamen-aendern

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